Diese Phrasen verraten KI Texte von ChatGPT und Claude
Eine Studie hat 13.000 Formulierungen gefunden, die in KI Texten deutlich häufiger vorkommen als bei Menschen. Wir zeigen die typischen Muster und einen Prompt, mit dem du sie aus deinen Texten entfernst.
- Veröffentlicht:
- 15. Oktober 2026
- Level:
- Einsteiger, Power User
Worum geht es?
KI-Modelle wie ChatGPT oder Claude haben beim Schreiben Lieblingswörter und Lieblingssätze, ähnlich wie ein Kollege, der jede Mail mit derselben Floskel beginnt. Wer viele KI-Texte liest, erkennt diese Muster schnell wieder. Diese Ressource zeigt dir die typischen Muster und wie du sie aus deinen eigenen Texten entfernst.
Was bringt dir das?
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Deine Mails, Bewerbungen und Beiträge klingen nach dir und nicht nach Vorlage.
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Mehr Glaubwürdigkeit: Kunden und Leser merken, dass du dir Mühe gegeben hast.
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Weniger Nacharbeit: Ein fertiger Prompt erledigt den größten Teil der Überarbeitung.
Wann lohnt es sich und wann nicht?
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Lohnt sich, wenn du KI-Entwürfe nach außen gibst, etwa auf LinkedIn, in Bewerbungen oder in Kundenmails.
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Lohnt sich, wenn dir deine KI-Texte selbst irgendwie gleichförmig vorkommen.
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Eher nicht nötig bei rein internen Notizen oder Stichpunkten, die nur du liest.
Was du brauchst
Einen KI-Chat wie ChatGPT oder Claude, die kostenlose Version reicht. Zeitaufwand: wenige Minuten pro Text. Vorwissen: keins.
Begriffe kurz erklärt
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Modell: die eigentliche KI hinter ChatGPT oder Claude. Jede Version hat eigene Schreibgewohnheiten.
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Floskel: eine abgegriffene Redewendung ohne echten Inhalt.
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Prompt: die Anweisung, die du der KI gibst.
Kurz zusammengefasst
KI Texte verraten sich weniger durch einzelne Wörter als durch wiederkehrende Satzmuster. Das zeigt eine Auswertung des Analyseunternehmens Graphite Growth aus dem Herbst 2026.
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So wurde gemessen: Aktuelle Spitzenmodelle haben 10.000 Artikel aus der Zeit vor ChatGPT auf Basis von Zusammenfassungen neu verfasst. Im Vergleich mit den menschlichen Originalen fanden sich rund 13.000 Formulierungen, die in den KI Fassungen mindestens doppelt so häufig auftauchen.
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Typisch Claude Opus 5.5: Das Wort "zuverlässig" kommt etwa 23 Mal so oft vor wie bei Menschen. Dazu Steigerungen nach dem Muster "mehr als ein X, es ist ein Y" und ständige Begründungen, warum etwas wichtig ist.
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Typisch GPT-6 Astra: Wendungen wie "eine weitere Dimension" und Korrekturen nach dem Muster "nicht einfach X" oder "anstatt sich auf X zu verlassen".
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Der Gedankenstrich als Erkennungszeichen hat ausgedient: Opus 5.5 setzt ihn 99 Prozent seltener als sein Vorgänger.
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Kein Ende in Sicht: Die Zahl der Auffälligkeiten bleibt insgesamt etwa gleich. Mit jeder Modellversion verschwinden alte Muster und neue kommen hinzu.
Warum das relevant ist: Wer KI für Mails, Bewerbungen oder LinkedIn Beiträge nutzt, wirkt mit unbearbeiteten Texten schnell austauschbar. Wer die Muster kennt, kann gezielt nacharbeiten.
Praxisteil
So gehst du vor
Darum geht es in diesem Schritt: Du lässt deinen KI-Entwurf in einem frischen Chat von typischen Mustern befreien und gibst ihm danach selbst den letzten Schliff.
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Entwurf wie gewohnt mit der KI schreiben.
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Einen neuen Chat öffnen. Im alten Chat hält das Modell gern an seinen eigenen Formulierungen fest.
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Den Überarbeitungs Prompt einfügen und deinen Text darunter setzen.
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Das Ergebnis laut lesen. Jeder Satz, den du so nie sagen würdest, wird von dir umgeschrieben.
Du bist eine erfahrene Lektorin für deutsche Texte. Überarbeite den folgenden Text so, dass er klingt, als hätte ihn ein Mensch geschrieben. Regeln: 1. Streiche Füllwörter und Floskeln wie "zuverlässig", "eine weitere Dimension", "nahtlos", "in der heutigen Zeit". 2. Ersetze Konstruktionen wie "nicht einfach X, sondern Y" und "mehr als nur ein X" durch direkte Aussagen. 3. Erkläre nicht nach jedem Punkt, warum er wichtig ist. 4. Variiere die Satzlänge. Nutze auch kurze Sätze. 5. Keine Gedankenstriche, keine Aufzählung mit genau drei Adjektiven. 6. Inhalt und Fakten bleiben unverändert. Gib zuerst den überarbeiteten Text aus, danach eine Liste der 5 wichtigsten Änderungen. Text: [DEIN TEXT]
So passt du ihn an: Setze deinen Text bei [DEIN TEXT] ein. Wenn dir weitere Lieblingsfloskeln deiner KI auffallen, ergänze sie in Regel 1.
Typische Fehler
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Nur eine Liste verbotener Wörter verwenden: Die Muster stecken oft im Satzbau, nicht im einzelnen Wort.
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Im selben Chat überarbeiten lassen: Das Modell wiederholt gern seine eigenen Formulierungen.
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Glauben, ein Text ohne diese Phrasen sei "unerkennbar": Die Studie zeigt, dass neue Muster nachwachsen.
Anwendungsfall
Ein Bewerber lässt sein Anschreiben von ChatGPT entwerfen und schickt es danach durch diesen Prompt, damit es nicht nach Vorlage klingt.
Wenn es nicht klappt
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Der Text klingt nach der Überarbeitung immer noch glatt: Lies ihn laut und schreib die Sätze, die du so nie sagen würdest, selbst um.
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Die KI verändert Inhalte oder Zahlen: Vergleiche mit deinem Entwurf und weise sie auf Regel 6 hin.
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Neue Floskeln tauchen auf: Ergänze sie in der Liste und lass den Text noch einmal in einem neuen Chat überarbeiten.